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"Literarische Tafelfreuden Der Kulturbauhof lud ein zum literarisch–kulinarischen Fest der Sinne. Unter dem Motto „la saveur du printemps“ – der Geschmack des Frühlings – wurden die Gäste mit einem köstlichen, französisch inspirierten 4–Gänge-Menü aus der Küche des Keidenzeller Hofs verwöhnt. Zwischen den Gängen las die französische Autorin Anne Borel Passagen aus ihrem neuen Roman. Durch die geschickte Auswahl der Textstellen blieb die Spannung bei den Zuhörern bis zum Schluss erhalten. Auch wer genau aufgepasst hat, hat nicht erfahren, welcher mysteriöse Anrufer hinter dem Titel des Romans „Ruf mich an, wenn du tot bist“ steckt. Auf diese Weise neugierig gewordene Gäste trugen sich gerne in die Bestellliste für Anne Borels Buch ein. Nach diesem für Körper und Geist genussvollen Abend wird der Wunsch nach neuen Tafelfreuden vom Kulturbauhof sicher gerne erfüllt werden." Markt Cadolzburg info "Warum die Schweine pfeifen Der Kulturbauhof Cadolzburg hatte bei seiner jüngsten Veranstaltung am 24. Februar wieder etwas Besonderes zu bieten: Zu Gast war der Sprichwörter- und Redensartenpabst Rolf-Bernhard Essig, der den über 100 Besuchern mit seiner "treffsicheren Sprichwörterberatung" einen Mordsspaß bescherte. Das interessierte Publikum fragte Rolf-Bernhard Essig buchstäblich Löcher in den Bauch. Auf äußerst unterhaltsame Weise erklärte er dem begeisterten Publikum unzählige Perlen aus unserem Wortschatz und auf welchen großen Geist sie zurückzuführen sind. Zum Beispiel was es mit dem sprichwörtlichen "roten Faden" auf sich hat, warum man "g'scheid blöd" sein kann, auch wo man sich befindet, wenn man "auf dem Holzweg" ist oder weshalb es einem manchmal "auf" oder "unter den Nägeln brennt" und vieles mehr. Es war ein spannender Abend voller kurioser, amüsanter Geschichten aus der wundersamen Welt der (Sprich-)Worte, den die Besucher mit rauschendem Applaus quittierten." Markt Cadolzburg info "Ostfriesen-Kris im Gaza-Streifen Immer feste drauf: Das Totale Bamberger Cabaret schwang die Humorkeule in Cadolzburg. Wie lobt der Franke? „Bassd scho“. Oder, wenn es ihm ausnehmend gut gefallen hat: „Reschbeggd“. Reschbeggd für das aktuelle Programm von TBC, dem Totalen Bamberger Cabaret. „Gesunde Härte“ demonstrierten Helmut Vorndran, Georg Koeniger und Florian Hoffmann jetzt in der Cadolzburger Kulturscheune. Nicht nur die kleinen Schwächen seiner Mitmenschen nimmt das Trio aufs Korn, sondern es hagelt auch zahlreiche Seitenhiebe auf die Machenschaften in der Politik. Kabarett aus Franken ist im Aufwind, und auch die schon Mitte der achtziger Jahre gegründete Gruppe um Vorndran hat sich inzwischen nicht nur in hiesigen Breitengraden einen Namen gemacht. Ihr Humor ist nach wie vor deftig, aber nicht unter der Gürtellinie. Kräftig zur Sache geht es bei TBC dennoch. Sie nehmen kein Blatt vor den Mund und machen keineswegs vor ihrem Publikum halt; wer nämlich die Freude hatte, einen Platz in der ersten Reihe zu ergattern, der musste sich in Cadolzburg auf einiges gefasst machen. Auch von „hohen Tieren“ schrecken sie nicht zurück. Da wird ein neuer Unions-Bundestagsabgeordneter auf seine Fähigkeit zum Vergessen geprüft, um anschließend mit der FJS-Lizenz ausgestattet zu werden. Schwierigkeiten mit Bayern hat aber auch einer, der laut himmlischer Verordnung zur Wiedergeburt ansteht. Er, ein schwuler, protestantischer Ostfriese, soll in seinem nächsten Leben nach Franken, „den Gaza-Streifen Bayerns“. Nein, dann macht er doch lieber einen kurzen Zwischenstopp in Afghanistan, vielleicht klappt es ja biem nächsten Mal mit Hawaii. Obwohl ja nach dem Klimawandel in Puschendorf die Palmen blühen und der Sandstrand lockt. Und Lance Amstrong? Der abgehalfterte Radprofi wird bei den Bambergern zum Sondermüll mit besonders langer Halbwertzeit, bei dessen Entsorgung die umliegenden Wälder entlaubt werden. Das ganze Publikum in der Kulturscheune brüllte vor Lachen. Gut möglich, dass die Anzahl der TBC-Fans abermals größer geworden ist. Reschbeggd." Fürther Nachrichten, 19.11.2010 "Humorkeule trifft Kulturbauhof „Gesunde Härte“ war gefragt bei allen Besuchern, die das Totale Bamberger Cabaret (kurz TBC) in der Cadolzburger Bauhofscheune einmal live erleben wollten. Die schon Mitte der achtziger Jahre gegründete Gruppe (mit der aktuellen Besetzung: Helmut Vorndran, Florian Hoffmann und Georg Koeniger) legte von Beginn an kräftig los und schwang ebenso heftig wie deftig die Humorkeule. Das kam an, nicht nur in der ersten Reihe. Nahezu nichts, was TBC nicht aufs Korn nahm. Von den kleinen Sprach- und Ausdrucksschwächen fränkischer Mitmenschen bis hin zu den Machenschaften in Kirche, Politik und Wirtschaft. Ein Seitenhieb jagte den anderen. Das Publikum - gekonnt einbezogen in das Programm - brüllte vor Lachen. Ohne Zugaben ließ man das Trio nicht von der Bühne. Insgesamt wieder ein gelungener Abend im Cadolzburger Kulturbauhof." Markt Cadolzburg info, 16.11.2010 "Ringelnatz und Tango Jeder hat schon mal was von Joachim Ringelnatz gehört, aber fragt man nach, kann sich kaum einer erinnern, was! Da hat Gerd Berghofer im Kulturbauhof nachgeholfen, indem er über das Leben und auch Sterben des Hans Gustav Bötticher – wie Ringelnatz mit bürgerlichem Namen hieß – Interessantes zu erzählen wusste. Doch nicht nur das Leben des Ausnahmekünstlers wurde unterhaltsam beleuchtet, es fehlte auch nicht an sorgfältig ausgewählten und zu den Zeitabschnitten passenden Kostproben seiner amüsanten aber auch durchaus sehr ernsten Gedichte und Geschichten. Das Lieblingslied von Joachim Ringelnatz war "La Paloma" und seine Leidenschaft galt dem Tango. So ist es kein Zufall, dass Juri Kravets, der Weltmeister am Knopfakkordeon, die Darbietungen von Gerd Berghofer mit hinreißenden Tangoeinlagen umrahmte, die gigantische Beifallsstürme auslösten. Mal leise und zurückhaltend, mal laut, schnell und rhythmisch oder den Klang einer Orgel täuschend echt nachahmend hatte er das Publikum voll im Griff, das die beiden Künstler auch erst nach einigen Zugaben von der Bühne ließ. Wir vom Kulturbauhof Cadolzburg werden uns weiterhin dafür einsetzen, auch ausgefallene Stücke zu präsentieren, die man nicht jede Woche daheim im Wohnzimmer genießen kann. Deshalb mache ich heute schon darauf aufmerksam, dass unser neues Programm vorliegt und demnächst in diesem Mitteilungsblatt veröffentlicht wird. Dann sind auch die Eintrittskarten im Rathaus bei Frau Wörlein erhältlich. Wir freuen uns auf Ihren Besuch." Markt Cadolzburg info "Blütenlese – ein sommerlicher Liederabend Seckendorf – In der mittelalterlichen Kapelle in Seckendorf verzauberten an einem Sommerabend die Cadolzburger Sopranistin Silke Mändl und der Fürther Pianist Florian Kaplick ihr Publikum mit musikalischen Blüten aus allen Ländern. Anlass für dieses Sommerarrangement von Frühlings-, Blumen- und natürlich auch Liebesliedern war im letzten Jahr ein begeistert aufgenommenes Konzert in der Londoner Kirche „St. Martin in the Fields“. Die Initiatoren des Cadolzburger Kulturbauhofs konnten die Künstler für ein Konzert in der fränkischen Heimat gewinnen und die Besucher, in der bis auf den letzten Platz gefüllten Kapelle, erlebten ein außergewöhnlich stimmungsvolles und hinreißendes Konzertereignis. Der Bogen des Liederabends spannte sich mit Musik von Haydn und Schumann über Chopin und Vaughan-Williams bis hin zu Satie und Charles Ives, unterbrochen von einer stimmigen Conférence mit Informationen zu den Komponisten und Liedern. Silke Mändl zog während des Konzertes die Zuhörer immer mehr in ihren Bann und brillierte mit einem glasklaren und raumfüllenden Sopran. Am Ende des Konzertes bedankten sich die Zuhörer mit langem Applaus und entließen die Künstler erst nach zwei Zugaben." Blauer Kurier, 16.06.2010 "Woran man guten Kaffee erkennt Sehr guter Kaffee ist keine Selbstverständlichkeit, aber ein erreichbares Ziel – wenn man weiß, worauf es ankommt. Von der Plantage über die Rösterei bis in die Tasse entscheiden zahlreiche Faktoren über Qualität und Aromaprofil des Kaffees. Bei der mit nahezu 100 Besuchern absolut ausverkauften Veranstaltung "Caffè, per favore" des kulturbauhofs cadolzburg (am 28.02.2010) gaben das innovative fortezza-Team und der bekannte Barista Thomas Schweiger einen Einblick, woran man guten Kaffee erkennen kann. Dies fand im absolut passenden Ambiente statt, nämlich in den Räumlichkeiten von fortezza, aufgelockert durch launige Kaffeehaustexte, vorgetragen von Dirk Kruse ("Requiem"). Dazu gab’s – natürlich!- perfekten Kaffee und selbstgebackenen Kuchen." Markt Cadolzburg info, 12.05.2010 "Uli Masuth – "Ein Mann packt ein" Uli Masuth war wieder mal beim kulturbauhof in der Bauhofscheune zu Gast. Mit seinem neuen Programm „Ein Mann packt ein“ bot er politisches Kabarett vom Feinsten. Er unterhielt sein Publikum in der fast ausverkauften, traditionellen Spielstätte ohne Quatsch-Comedy, wie man sie leider nur zu häufig erlebt. Aber unterhalten reicht nicht, er liefert Material zum Nachdenken. Der Geschlechterkampf als Grundthema diente nur als Rahmen, um den Zuschauern mal richtig die Meinung zu sagen, und zwar seine! Merkel und Bush bekamen ebenso ihr Fett ab wie Fernsehköche, Komfortgeländewagenfahrer und die katholische Kirche. In der Hoffnung, dass Frau Masuth ihn wieder nach Cadolzburg lässt, freuen wir uns jetzt schon auf ein Wiedersehen!" Markt Cadolzburg info, 23.07.2009 ""Außergewöhnliches Papiertheater" Man musste seine Sinne einschalten um diese Inszenierungsform der Collage zu genießen. Gekonnt zeigten die Musiker den Witz und die Musikalität Erik Saties. Die Flöte, die Viola und die Harfe wurden, neben Cutter, Pinsel und den Händen, zu den Akteuren des Stückes. In eine gespannte Papierfläche wurden Fenster geschnitten, mit Papierflächen gespielt, gefaltet, geklappt, gerissen und geknüllt. So wurden auf fantastische Weise die erzählerischen Töne zur Handlung. Dieses außergewöhnliche Theatererlebnis entführte die begeisterten Besucher für eine Stunde in die Welt des französischen Komponisten und Querdenkers." Markt Cadolzburg info, 05.03.2009 ""Sigi Zimmerschied im Kulturbauhof" "Vor kurzem schoss sich ein Amerikaner mit einer Nagelmaschine zwölf Stahlstifte in den Kopf, OHNE dass bleibende Schäden entstanden sind." Ein Albtraum? Eher ein Zukunftsmodell. Das elfte Programm des Passauer Vollblutschauspielers, der mit Gestik und Mimik auf allen Bühnen eine glänzende Figur abgeben würde, führt uns in die Tiefe der menschlichen Psyche. Doch ist dies, laut Zimmerschied, kein Hexenwerk. Da gibt es den empfindlichen "Nuller", der seine Wohnung kaum noch verlässt, den harzigen "Vierer", der typische Bundeswehrler – zwei Nägel vorne, zwei Nägel hinten, marsch, marsch-, oder die vielen "Durchschnittssechser", die einen im Weg umgehen. Wie viele Nägel ein "ausgehungerter niederbayerischer Gemeinderat" im Kopf hat, blieb offen. Und so kriegte jede Sparte, ich will sie hier nicht alle erwähnen, ihr Fett ab. Es bleibt nur noch das Zitat des Künstlers. "Niemandem glauben, am allerwenigsten sich selbst. Und den Menschen in seiner Heillosigkeit und seinen Widersprüchen annehmen und die Groteske seiner Existenzbewältigungsversuche, inklusive der eigenen, mit wohligem Schauern und zornigem Lachen genießen." Das Publikum war hin- und hergerissen zwischen überschwänglicher Zustimmung und betroffener Zurückhaltung und der Schlussapplaus zeigte die Begeisterung des Publikums. Ein gelungener Abend ganz im Stil des "kulturbauhof"." Markt Cadolzburg info, 04.12.2008 ""Bühne frei für junge Künstler" Am 10. April hieß es beim kulturbauhof erstmals: Bühne frei für junge Künstler! Drei jugendliche Ensemles aus Cadolzburg und Umgebung – das Flötenquintett, unter der Leitung von Claudia Lnage – das Saxophonquartett, geleitet von Matthias Lange – und die 7-köpfige „Andersons Percussion Group“ unter der Leitung von Pauls Andersons, beeindruckten das Publikum mit ihrer großen Spielfreude bei hoher musikalischer Qualität. Sie boten ein abwechslungsreiches Programm von Barock bis zu zeitgenössischen Kompositionen und sorgten mit einigen „Tierischen Nummern“ für herzhaftes Lachen und entspannte Atmosphäre. Der kulturbauhof bedankt sich bei den jungen Musikern, den engagierten Lehrkräften und dem interessierten Publikum für diesen kurzweiligen, wirklich gelungenen Abend in der Bauhofscheune und wünscht den tüchtigen Nachwuchstalenten weiterhin viel Erfolg." Markt Cadolzburg info, 05.06.2008 "Auftritt der spottlustigen Konifere Ihre Majestät, Nessi Tausendschön, die Königin des skurril-poetischen Musiktheaterkabarettvarieté gab sich in der ausverkauften Bauhofscheune die Ehre. Schrille Auftritte, böse Texte gepaart mit einer ausdrucksvollen und überaus wandlungsfähigen Stimme sind das Markenzeichen der Künstlerin, die sich in keine Kabarettschublade stecken lässt. In Ihrem neuen Programm unter dem Titel "Perlen und Säue" trat sie mit dem selbst erklärten Anspruch, die Welt zu verbessern, vor ein restlos begeistertes Publikum. Begleitet von ihrem "Tastenknecht" Marcus Schinkel, den sie kurzerhand umtauft in Scharcus Minkel, nimmt die Chanteuse mit engelsgleicher Stimme und teufelsscharfer Zunge Fahrt auf und übt sich gleich mal zu Beginn als "Konfifere auf dem Gebiet des Roland-Koch-Bashings". Perfekt beherrscht sie den schnellen Kostümwechsel auf der Bühne. Wer sie kennt, weiß: Nessi schreckt vor nichts zurück. Schwächen nützt sie gnadenlos aus. Das bekommt mitunter auch das PUblikum, nicht nur in der ersten Reihe, zu spüren. Und nur wer sie nicht kennt, steht mitten im Programm auf, geht ahnungslos auf die Toilette und - von der Diva Argusaugen verfolgt - auch noch eine rauchen. Die Spottlust der Trägerin des Deutschen Kleinkunstpreises 2003 hat ein weiteres Opfer gefunden. Madame Tausendschön nimmt nun mal kein Blatt vor den Mund. Schon ihr erstes Soloprogramm hieß "Ach wie gut, dass niemand weiss, dass ich auf den Prinzen scheiss!" Seither versucht sie sehr erfolgreich gegen die "drei goldenen Regeln des Kabaretts" zu verstoßen: keine Marcel Reich-Ranitzky-Parodie spielen, keine Scherze über die Frisur von Angela Merkel machen und niemals die erste Publikumsreihe kompromittieren. Zweifellos hat der Kulturbauhof-Verein damit eine hochkarätige Veranstaltung nach Cadolzburg geholt. Fortgesetzt wird dies im Herbst mit einem Gastspiel von Sigi Zimmerschied, der am 9. Oktober in die Bauhofscheune kommen wird. Doch nicht nur etablierte Künstler stehen auf dem ausgesuchten Programm. Auch dem talentierten Nachwuchs, vertreten durch das Blockflötenquintett, die Anderson's Percussion Group Nürnberg und das Cadolzburger Saxophon-Quartett, gibt der Kulturverein eine Chance. Die drei Ensembles, hervorgegangen aus der Musikschule südlicher Landkreis Fürth, präsentieren ihr Können am Donnerstag den 10. April." Der Lokalanzeiger, 17.03.2008 "Ein Schoko-Fest der Sinne Am 6.12.2007, pünktlich zum Nikolaus-Fest, inszenierte der Kulturbauhof Cadolzburg e.V. mit freundlicher Unterstützung der Firma Riegelein einen ganz besonderen literarischen Leckerbissen. Veranstaltungsort war passend zum Thema das einladende Foyer des Cadolzburger Schokoladenherstellers. Verführerischer Schokoladenduft – schon beim öffnen der Eingangstür zog es einen mitten ins Programm. Der frischgebackene Kultur-Preisträger der Stadt Fürth, Ewald Arenz, las aus seinem neusten Bestseller „Der Duft von Schokolade“. Die Karten für diese Veranstaltung warne schon weit im Vorfeld restlos vergriffen. Wer dabei sein konnte, war begeistert. Ewald Arenz verstand es an diesem Abend wirklich bestens seinen Zuhörern die Schokoladen-Seite des Lebens nähre zu bringen. Schnell war man angenehm berauscht von den sinnlichen Düften einer schokoladensüßen und zartbitteren Liebesgeschichte, die ebenso mitreißend wie zerbrechlich und ebenso eigenwillig wie mysteriös ist. Das Team vom Kulturbauhof Cadolzburg e.V. sorgte in der Pause gewohnt souverän für das leibliche Wohl der Besucher. Zum Schluss gab es von Ewald Arenz handsignierte Exemplare des im ars vivendi Verlag erschienenen Buches und für alle natürlich reichlich leckere Schokolade. Ein wirklich gelungenes Fest der Sinne und eine zarte Versuchung mit dem Wunsch nach mehr!" Markt Cadolzburg info, 31.01.2008 "Kulturbauhof bot eine bezaubernde Nacht Etwas ganz Besonderes sollte es sein, eine Darbietung, wie sie die Cadolzburg noch nicht erlebt hat, um den 5. Geburtstag des kulturbauhof gebührend zu feiern und einen „Knaller“ zum Cadolzburger Jubiläumsjahr beizutragen. Wer wäre dafür besser geeignet, als das die Pocket Opera Company, ein Ensemble, das Oper „aus der Westentasche“ macht und immer auf der Suche nach besonderen Spielorten ist. „One Charming Night“ ist eine Collage aus barocker Oper, Henry Purcells „Fairy Queen“ und der avantgardistischen Komposition „La passion selon Sade“ von Sylvano Bussotti. Die Leichtigkeit des klassischen Schäferspiels wird konfrontiert mit den Abgründen der Leidenschaft des Marquis de Sade. Das Publikum in der restlos ausverkauften Vorstellung wurde hautnah mit hineingenommen in das Geschehen. Im äußeren Burghof mischt sich eine fröhliche, singende Schar unters Volk in Erwartung eines verspielten Abends voll romantischer Gefühle. Puck (Frank Strobelt) verlockt sie, ihm ins Innere der Burgmauern zu folgen, wo er sie in den Schlaf gleiten lässt, um sich ihren Träumen hinzugeben. Obwohl sich die Flammen der Leidenschaft und der Begierden bereits ankündigen, bleibt die Stimmung noch heiter, wie im köstlichen Dialog zwischen dem Verführer (Robert Eller) und den beiden „Schafsnasen“ (Johannes Reichert und Alexander Herzog). Im dritten Akt verdichtet sich die Atmosphäre zur bedrohlichen Enge und Bedrängnis. Im Neuen Schloss residiert Marquis de Sade (Frank Strobelt), der sich an der Angst und Qual der Menschen aufgeilt. Über der düsteren Szene strahlt die leuchtende Figur der „Nonne“, deren Zerrissenheit zwischen Grauen und Ekstase von Katharina Heiligtag großartig dargestellt wurde. Schließlich löst sich die Beklemmung und die düsteren Träume werden vertrieben. Die verwirrte Schar folgt den Versprechungen auf eine glänzende Zukunft (Gertrud Demmler-Schwab, Astrid Kessler) und schreitet hinein in gleißendes Licht. Mit stürmischem Applaus belohnte das begeisterte Publikum die Künstler. Die stimmgewaltigen Darsteller, unterstützt vom „Taschen“-Orchester unter der Leitung von Franz Killer, boten einen wahren Ohrenschmaus. Dazu wurden imposante Bilder erzeugt durch Marc Vogels beeindruckenden Feuerzauber, eine unaufdringliche, aber effektvolle Lichttechnik, die die Kulisse der Burg wunderschön untermalte und nicht zuletzt durch die üppigen, fantasievollen Kostüme von Evelyn Straulino. Eine rundum gelungene Inszenierung, die allen Beteiligten gut in Erinnerung bleiben wird und schon jetzt neugierig macht auf den nächsten runden Geburtstag des kulturbauhof." Markt Cadolzburg info, 27.09.2007 "Faszination Indien Die Festtafeln unter seidenen Zeltbahnen, von Dutzenden Kerzen erleuchtet, umgeben vom Duft exotischer Gewürze und Räuscherkerzen und begleitet von den sanften Klängen von Sitar und Tabla – so stimmungsvoll wurden die zahlreichen Gäste im kulturbauhof zu den indischen Tafelfreuden empfangen. Für die einfühlsame musikalische Ausgestaltung des Abends waren die Sitar-Spielerin Ma Madhu und Parviz Ayan mit den Tablas eigens aus München angereist. Ewald Arenz übernahm den literarischen Teil und las aus verschiedenen Werken indischer Autoren. Mit viel Fantasie und exotischen Zutaten komponierte Thomas Weißmann das 4-gängige Menü. Für die liebevoll gestaltete Tisch- und Raumdekoration sorgte wie immer das Team des kulturbauhof. So wurde dieses literarisch-musikalisch-kulinarische Menü wieder zu einem Fest, das die Gäste mit allen Sinnen genießen konnten. Die nächsten Tafelfreuden mit österreichischem Flair zum Motto „Alpenglühen“ gibt es am 16. und 17. November im kulturbauhof." Markt Cadolzburg info, 27.09.2007 "Bezaubernde Nacht in Cadolzburg Pocket Opera Company gastierte mit barocker Oper und Feuerspektakel Um die Erschaffung starker Bilder ist die Pocket Opera Company nie verlegen. Auch auf der Hohenzollernburg in Cadolzburg schwelgte die Truppe in ihrer „One Charming Night“ nur so in bildhaften Motiven. Während in der Uraufführung vor drei Jahren in der Schauplatz die Fürther Schwelbrennanlage war und die Oper in eine düstere, beinahe unheilvolle Atmosphäre tauchte, setzte diesmal die historische Kulisse eine zauberhafte Note. Die imposante Burganlage und die schillernde Mixtur von Barockoper und avantgardistischem Musiktheater spielten ineinander, so dass unter der Regie von Peter B. Wyrsch und der musikalischen Inszenierung von Franz Killer ein prächtiges Opern-Event entstand, das 380 Zuschauer begeistert verfolgten. Die schrillen Kostüme von Evelyn Straulino und der imponierende Feuerzauber von Marc Vogel taten ein Übriges. In „One Charming Night“ verflechten sich Motive aus Henry Purcells „Fairy Queen“ nach Shakespeares Sommernachtstraum mit Sylvano Bussottis Lust-Kammerspiel „La passion de Sade“. Was im Burgvorhof noch als harmloses Spiel voll ausgelassener Unbeschwertheit beginnt, steigert sich vor wechselnder Kulisse zu einem Abstieg in die Tiefen menschlicher Lüste, die kein Tabu kennen. So entfacht der listige Puck (Frank Strobelt) mit einem Liebeselixier die Leidenschaften der jungen Gesellschaft. Ein „Bäumchen-Wechsel-Dich“-Spiel beginnt, bei dem dralle Plastikbrüste und pralle Plastikpopos mit viel Witz für zunächst noch spielerische Erotik eingesetzt werden. Sehr komisch gerät dabei das „No kissing at all“, das Countertenor Johannes Reichert, Bariton Robert Eller und der Tenor Alexander Herzog anstimmen. Dazu kommen die glasklaren Sopranstimmen von Gertrud Demmler-Schwab und Astrid Kessler. Doch die Wollust – die Katharina Heiligtag als Mezzosopran gibt – kündigt sich im verführerischen roten Kleid und weißem Pelzmantel vor loderndem Flammenteppich mit Lustgestöhn an. Eine Nacht der Perversionen, voller Abscheu, Angst und auch Faszination schlägt die Gesellschaft in Bann. Das Neue Schloss mit seinen Mauern und Vorsprüngen bildet die perfekte Kulisse für die Fantasien des Marquis de Sade: Heftige Leidenschaften lodern auf, bombastischer Feuerwirbel lässt die alten Mauern gespenstisch aufflackern. Die Wollust, als Rauschgoldengel inszeniert, schwebt über der Szenerie. Katharina Heiligtag lockt jetzt mit spitzen Lustschreien. Am Morgen danach bleibt die Verstörung eines bösen Traumes, haftet wie ein übler Nachgeschmack nach opulentem Mahl. Doch der Tag öffnet die Aussicht auf eine bessere Welt: Das Burgtor schwingt auf und gleißend helles Licht dringt hinein. Die jungen Leute taumeln ihrer Zukunft erwartungsvoll entgegen. Begeisterte Bravorufe, der Titel hatte nicht zu viel versprochen: One charming night at Cadolzburg." Fürther Nachrichten, 17.09.2007 "Göttliches Quartett JuNo im Kulturbauhof Cadolzburg „Im Auftrag der Göttin“ sind sie unterwegs: JuNo nennen sich die vier Herren. JuNo? Hinter dem göttlichen Namen stecken die Spitzenmusiker Norbert Nagel (Klarinette, Saxofon, Querflöte), Akkordeonweltmeister Jurij Kravets, Bassist Christian Diener (unter anderem bei der Thilo Wolf und Rias Big Band) sowie Roland Duckarm (Percussion). Gemeinsam servieren sie Arrangements klassischer Werke, Tango, Musette- und Balkanklänge. Wo? Im Kulturbauhof Cadolzburg. Wann? Morgen, 20 Uhr. Karten zu 16, ermäßigt 13 Euro." Fürther Nachrichten, 25.04.2007 "kulturbauhof cadolzburg - "Flusszigeiner" Welcher Landbewohner kennt sie nicht, die „Dorfratschn“, die alle Vorgänge in der Nachbarschaft scharf beobachten und mit „schau ner hier...“ und „heer fei auf...“ kommentieren. Oder die lieben Nachbarn, die samstags ab 5 Uhr früh ihre Werkzeugkästen öffnen und mit allen erdenklichen Geräten - von der Rüttelplatte bis zum Rasenmäher und vom Kärcher bis zur Flex – bohren, sägen, schleifen und hämmern, was das Zeug hält. Dabei ist es manchmal gar nicht so einfach überhaupt erst in den Besitz von Werkzeug zu kommen, nämlich wenn man kurz vor Feierabend an einen lustlosen Baumarkt-Angestellten gerät, der behauptet: „An Hammer hammer ned und Gips gibt’s a ned.“ So beschreibt Wolfgang Buck seine Mitmenschen, die ihm manchmal das Leben schwer machen. Er selbst wird nach eigenem Bekunden erst abends fleißig, wenn er um sieben anfängt zu üben. In seinen Liedern nimmt er den täglichen Irrsinn aufs Korn und beschreibt mal leise, melancholisch, mal fetzig, frech die menschlichen Marotten jenseits de großen Politik. Die Menschlichkeit inden kleinen Dingen des Alltags ist sein Anliegen. Wenns nach ihm ginge, gäbe es weniger Ungerechtigkeit, weniger Armut und jeder hätte seinen Traumjob. Vor allem würden wir nicht mehr 24 Stunden täglich mit dieser dünnen Soße aus dem Radio berieselt, die er „medialen Dünnschiss“ nennt. Manchmal packt ihn – wie die jungen Störche – das Fernweh und er träumt sich nach Irland, wo er sich als „Flusszigeiner“ treiben lässt. Flüsse und Flusslandschaften habens ihm angetan. Ob an der Aisch, am Main oder an der Pegnitz – er fühlt sich versetzt an den Sambesi oder den Ganges. So bekennt er sich in seiner „persönlichen fränkischen Nationalhymne“ zu seinen heimatlichen Wurzeln, die ihn nicht hindern von der weiten Welt zu träumen. Dabei nimmt er sein Publikum mühelos mit auf die Reise. Im Gepäck hat er nur zwei Gitarren und ein bischen Technik. Mehr braucht es nicht, um die Zuhörer für gut zwei Stunden zu fesseln. Begeisterter Applaus in der vollbesetzten Bauhof-Scheune ist der wohlverdiente Lohn des Künstlers." Markt Cadolzburg info, 12.04.2007 "Bernd Regenauer - Selten so gedacht Dynamisch und agil schlug Bernd Regenauer am 25.01.2007 in der ausverkauften Bauhofscheune das Publikum von Beginn an in den Bann. Im neuen Programm „Selten so gedacht“ hat er sich von der Tourismus-Figur Nützel verabschiedet und kommt nun als fränkisch räsonierender Dienstleister der Deutschen Kabarett AG und rechnet mit dem eigenen Gewerbe ab. Fast ohne Pause brennt der Nürnberger Kabarettist ein Feuerwerk voller Wortwuseleien ab, das so gespickt ist mit vorder- und hintergründigem Witz und genau ins Ziel treffenden, nur allzu wahren Weisheiten, dass man kaum folgen kann. Mit feiner Ironie, leichter Heiterkeit und Satire, mal grotesk, mal süffisant oder charmant, mal sanft dahinplätschernd oder laut aufbrausend gelingt es ihm, die Gedanken aufs Gedenken zu lenken. Bernd Regenauer reizt die grauen Zelle und das Zwerchfell der Besucher in beängstigender Weise – witzig und spritzig, mit haarsträubenden Schlussfolgerungen, die man am allerwenigsten erwartet. Mimik und Gestik tun ihr übriges: Denn Regenauer ist nicht nur ein ausgezecihneter Kabarettist, sondern eben auch ein hervorragender Schauspieler." Markt Cadolzburg info, 15.03.2007 "2007 haben auch unbekannte Künstler Chancen Die Mitglieder des Cadolzburger Kulturbauhofs sind nicht zu bremsen - Vereinsziel: Junge Talente fördern Mit dem ehrgeizigen Ziel, Kultur, die es sonst nur in der Stadt gibt, aufs Land zu holen und unbekannten, jungen Künstlern eine Chance zu geben, startete der Kulturbauhof e.V. vor fünf Jahren. Zeit für Rückblicke, Ausblicke, aber auch Einblicke in die Arbeit der neun Gründungsmitglieder. „Es hat sich gelohnt“, sagt Gerlinde Herz rückblickend aus vollem Herzen, und die restlichen Mitstreiter stimmen ihr heftig nickend zu. „Der Spaß ist ungebrochen“, ergänzt ihr Mann Fritz. Was vor fünf Jahren als Privatinitiative von Norbert Treuheit und dem Ehepaar Herz begann, hat sich zu einem festen Bestandteil des Cadolzburger Kulturlebens entwickelt. Etwa sechs Mal im Jahr geben sich lokale wie nationale Kabarett-Größen oder Musik die Klinke in die Hand. Die „Tafelfreuden“, im Programm als „ein literarisch-musikalisch-kulinarisches Fest der Sinne“ angepriesen, sind mittlerweile legendär. Bereits zwei Mal tanzten Gäste in der „RockNacht“ ab, die woanders wohl „Ü30-Party“ heißen würde. Dass die Organisation und Durchführung kultureller Veranstaltungen in der Scheune des Bauhofs zu dritt nicht machbar ist, war Treuheit und den Herz' schnell klar. Im Freundeskreis rekrutierte man daher die restlichen sechs Mitstreiter. Ute und Peter Riegelein, Johannes Strobl, Eva Tauber-Haas sowie Elisabeth und Rudolf Himpel konnten „das unwiderstehliche Angebot“ nicht abschlagen. Die Aufgabenverteilung hat sich im Lauf der Zeit eingespielt. Etwa zehn bis 15 Stunden Arbeit steckt jeder der neun pro Veranstaltung in die Vorbereitung. Als bester Veranstaltungstag hat sich der Donnerstag herauskristallisiert. Alle Auftretenden sind handverlesen, weil persönlich von den Bauhoflern getestet. Eine große Anzahl von Stammgästen ist der Lohn der Mühe. „Und die kommen nicht nur aus Cadolzburg, sondern paradoxerweise sogar bis aus Fürth“, wundert sich Johannes Strobl. „Es gibt aber auch alteingesessene Cadolzburger, die rufen mich vorher an und fragen: Is des wos fier miich?“, erzählt Fritz Herz ein wenig stolz. Um finanziell über die Runden zu kommen, liegt dem Programm eine Art „Mischkalkulation“ zu Grunde. Um sich auch anspruchsvolle, aber daher oft weniger gut besuchte Künstler leisten zu können, sind stets auch garantierte Kassenfüller im Programm. „Wir müssen den Spagat zwischen Kunst und Kommerz schaffen“, sagt Norbert Treuheit. Aber die Hauptsache ist: „Die Leute sollen sich wohl fühlen und einen schönen Abend haben.“ Wer einmal in der malerisch schönen Scheune des Bauhofs war, der weiß die familiäre Atmosphäre, die gute Akustik und das schöne Ambiente zu schätzen. „Ohne eine gehörige Portion Idealismus wäre das nicht zu machen“, gesteht Ute Riegelein gerne ein. „Wir verstehen uns aber alle so gut, dass die Zusammenarbeit keine Last ist“, ergänzt Johannes Strobl. Dementsprechend positiv ist auch die Resonanz von Künstlern und Besuchern. „Wir haben schon tolle und vor allem lustige Abend mit so manchem Künstler verbracht“, erzählt Gerlinde Herz und erinnert sich lachend an eine Anekdote mit Uli Masuth. Nachdem sie den Kabarettisten vom Fürther Bahnhof abgeholt hatte, stellt sie mit Schrecken fest, dass ein Autoreifen platt war. Kurzerhand wechselte der Mann aus dem Ruhrpott eigenhändig den Reifen aus. Mit leichter Verspätung kehrte man schließlich nach Cadolzburg zurück. „Noch heute schreibt er uns Weihnachtskarten“, sagt Gerlinde Herz schmunzelnd. Fünf Jahre Kulturbauhof Cadolzburg, und nun? „Es geht weiter!“, rufen alle wie aus einem Mund. Zum ersten Mal soll das Vereinsziel, auch unbekannten Künstlern eine Chance zu geben, heuer verwirklicht werden: Junge Musiker der Musikschule Südlicher Landkreis Fürth werden ihr Können unter Beweis stellen dürfen. Wichtigstes Projekt des Jahres jedoch ist das 850-jährige Jubiläum von Cadolzburg. Denn das Team des Kulturbauhofs holt am 15. September die Pocket Opera Company in die Burg mit „One charming night“, einem schillernden Zusammentreffen von Barockoper und avantgardistischem Musiktheater." Fürther Nachrichten, 23.02.2007 "Woyzeck im kulturbauhof cadolzburg Ein Figurentheater besonderer Art konnten die Besuch der Bauhofscheune Ende November erleben: Woyzeck, ein bekanntes Drama von Georg Büchner stand auf dem Programm. Der bekannte Akteur Stefan Kügel vom Theater Kuckucksheim verstand es wieder einmal überzeugend, selbst den schwierigen Stoff des Falles vom Soldaten Franz Woyzeck und seiner tragischen Liebe zu Marie spielerisch darzustellen. Eindrucksvoll waren neben dem faszinierenden Spiel mit den Figuren auch die live gesungenen Lieder mit Texten von Büchner und seinen Zeitgenossen." Markt Cadolzburg info, 18.01.2007 "Die Erzählung des Windes Novemberabende eignen sich für Programme mit atmosphärischer Wirkung besonders gut. Über den Feldern liegen Schleier aus feingewobenen Spinnennetzen, darin glitzern Wassertropfen wie Edelsteine. Der Nebel hüllt die Landschaft in einen durchsichtigen, weißen Mantel. Das ist der ideale Rahmen für eine Einladung zu Kunstmärchen, Harfenklängen und kulinarischen Genüssen. Gäste, die der Einladung des Kulturbauhofs gefolgt waren, erlebten ein Fest für alle Sinne. Zu hören waren Kunstmärchen aus der Feder von Mariana Fedorova. Als Malerin und Dichterin sie Märchenprogramme von hoher literarischer Qualität. Das immer wiederkehrende Thema ihrer Märchen ist das Zueinanderfinden. Durch ihre ausdrucksvolle Sprache und die sanfte Ausstrahlung wurde das Publikum mühelos in die Märchenwelten hinübergetragen. Die imaginären Bilder, die im Raum entstanden waren, wurde von den Instrumenten weiterentwickelt. Die Harfenistin Barbara Regnat-Pilling und die Hackbrettspielerin Barbara Dassinger spielten Stücke von der Renaissance bis zur Moderne. Zu Gehör kamen Originalkompositionen für Hackbrett von Pantaleon Hebestreit, der als Hackbrettspieler am Hof Ludwigs XIV. wirkte, aber auch traditionelle Volksmusik, die von den Musikerinnen interpretiert wurde. Es gelang ihnen, solistisch anspruchsvoll die Märchen zu untermalen. Die Dekoration, die die beiden Festtafeln schmückte, machte die Märchen greifbar. Die Muscheln im Sand, in denen große Perlen schimmerten, kamen von der Insel der Muschelfrau und kunstvoll drapierte, durchsichtige und azurblaue Bahnen erinnerten an den Wind, der die Liebenden zueinander führte. Um den Genuss vollständig zu machen, hat Thomas Weißmann passend zu den Märchen ein 4-gängiges Menü zusammengestellt. Mit seiner Kreativität und Kochkunst machte er den Abend zu wahren Tafelfreuden." Markt Cadolzburg info, 21.12.2006 "Bob Dylan im Kulturbauhof Unglaublich, aber wahr: Helmut Haberkamm holt die Lieder von Bob Dylan, Bruce Springsteen, Lucinda Williams und Van Morison übers "große Wasser" in den Aischgrund. Er übertragt die Texte nicht nur gekonnt ins Fränkische, sondern bringt auch die wirkliche Stimmung zum Tragen. Zusammen mit dem Gitarristen und Liedermacher JOhann Müller präsentierte er in der Bauhofscheune ein zweistündiges Programm - Lieder gelesen und gesungen. Die Lieder hatten nicht nur Stimmung, sie sorgten auch für die entsprechende Reaktion im Publikum. Ohne wirklich zu wissen, auf was es sich einlässt, war es schnell ergriffen von der Symbiose von Rockmusik und fränkischen Texten. Wieder mal eine gelungene Veranstaltung des Kulturbauhof Caodlzburg!" Markt Cadolzburg info, 30.03.2006 "Leckerbissen und Highlights im kulturbauhof cadolzburg Zum Jahreswechsel bot der Kulturbauhof wieder echte Leckerbisen. Bei den beliebten literarisch-musikalischen "Tafelfreuden" wurden die Gäste mit einem Gaumen- Augen- und Ohrenschmaus verwöhnt, der diesmal unter dem Motto "Irland" stand. Zu einem köstlichen Menü musizierte das Duo "Siúl Arún" wunderschöne irische Weisen in harmonischem Wechselspiel mit Lesungen irischer Literatur vorgetragen von Thomas Witte. Das neue Jahr begann mit einem wahren Highlight: "Die Schuddgogerer" aus der Feder von Helmut Haberkamm in einer Koproduktion von "das theater erlangen" mit dem "Theater Kuckucksheim" wurden gespielt von Stefan Kügel und Winfried Wittkopp. Die "zwaa Schroddblatz Koryphäen, die wu sich auskenna mit dem aldn Zeich" liefern ein Feuerwerk fränkischer Sprachakrobatik gepaart mit schauspielerischer Glanzleistung und beeindruckender Musikalität. Die Lachmuskeln der Zuschauer wurden geforder, ohne dass Tiefgang und Hintersinn zu kurz kamen. Das Gastspiel in Cadolzburg war bemerkenswerterweise das erste außerhalb der Stammbühnen. Begeisterte Zuschauer lassen keinen Zweifel daran, dass "Die Schuddgogerer" das Zeug zum neuen fränkischen Kultstück haben. Wer bei einer der nächsten Veranstaltungen des Kulturbauhofs dabei sein möchte, hat dazu Gelegenheit: 16. März: "Fodd ieberm großn Wasser": Songs aus Übersee ins Fränkische übertragen von und mit Helmut Haberkamm und Johann Müller. 12. und 19. Mai: Tafelfreude - "Mörderisches Menü": ein literarisch-musikalisches Gaumenerlebnis, ziemlich kriminell! Kartenvorverkauf bei Frau Wörlein im Cadolzburger Rathaus (Telefon 09103/50936). Weitere Infos unter www.kulturbauhof.de." Markt Cadolzburg info, 16.02.2006 "Soundtrack des Lebens "Last Order", ein in irisch-englischen Pubs gefürchteter Aufruf zum baldigen Heimgehen, sorgt bei uns in Cadolzburg genau für das Gegenteil - alle gehen hin. Die namensgleiche Rock- und Bluesband war Gast in der Scheune des "kulturbauhof" und garantierte, neben allerbester Stimmung, natürlich auch rappelvolle Hütte mit genau der Generation (50-plus-minus-10), die mit dem "Soundtrack des Lebens", der Msuik der 60er-Jahre "erwachsen" wurde. Mit dabei Ulrich Kulp, Autor und Redakteur vom BR, er las aus dem im April bei "ars-vivendi" erscheinenden Buch "Mein Song - Texte zum Soundtrack des Lebens", in dem einhundert illustre Persönlichkeiten, von Heidenreich, über Danzer, Ringsgwandl, Lindenberg bis Wecker, Geschichten aus der guten alten (Cannabis-)Zeit erzählen. In der Bauhofschenue wurde jedoch keine Droge benötigt um Raum und Jetztzeit zu verlassen, dafür sorgtein dieser langen NAcht die Gruppe "Last Order" mit der schönsten Musik seit Beethoven und Strauß. Träume erwünscht, könnte man sagen und was sich auf der Tanzfläche bei Rolling Stones, Queen oder Status Quo abspielte und ausdrückte, war die Freiheit die man sich in den 60-ern und 70-ern so sehr im Kopf wünschte. Vergessen die grässliche Mode (außer Minirock) und spätestens wenn man an diesem Abend auf dem Parkplatz in seinen Kadett oder 2CV einstieg und beim Anlassen dann leise einen "6-Zylinder-5er" hörte, war man wieder in der Realität zurück und wach. Schade. Aber man arbeitet beim "kulturbauhof" bereits fieberhaft an einer Lösung, "Last Order" kehrt mit unseren Träumen und Gefühlen zurück. Fazit: ...nach so einer jungfräulichen Nacht wurde das Gedudel im Autoradio zum wahren Inferno für Körper, Geist und Seele. Für derartige Folgeschäden müsste der Veranstalter gnadenlos haften." Markt Cadolzburg info, 24.02.2005 "Henning Venske gab ein's auf die Glocke Der Bauhof ist ein wahrlich seltsames Theater geworden. Nicht nur, dass sich immer wieder außergewöhnliche Künstler dort einfinden. Nein. Auch das erdrückend, vernohme Schweigen der Besucher vor dem Beginn fehlt gänzlich. Die Leute reden miteinander, lautstark, es herrscht Laune, richtiges Theater und ... es gibt sie noch - die Mitdenker, Mauler und Wachrüttler und sie alle hat er angelockt. Wer? Henning Venske. Mit seinem Programm, "Ein's auf die Glocke, mein Herzblatt", präsentierte der Kabarettist, Autor und Regisseur, aufklärende Politsatire vom allerfeinsten im Cadolzburger "kulturbauhof". Auf tragisch-komische Art analysierte Venske die "hohe Politik" und den allerorts herbeigeredeten "Geiz ist Geil"-Niedergang Deutschlands und übersetzte dabei die selbstgezüchtete Politikerrhetorik wieder in den für Durchschnittswähler verständlichen, jedoch hochgradig gefürchteten, bürgerlichen Sprachraum. Nicht genug. Nach dem Motto: Große Formulierungen, bedürfen kleiner Gedanken", präsentierte er dazu gleich noch die (unbe)greifbaren Folgen und Resultate dieser rhetorischen Ergüsse und Blähungen. Ein herrlicher Rundschlag mit viel Humor, aber im Grunde, sollte einem dabei das Lachen eigentlich vergehen. Fast nüchtern und trocken, aber mit scharfer Staatsbürgerzunge nannte er politische Namen beim NAmen - eine wahre Wohltat für Gehirn, Meinungsbild und LAchmuskeln - und dabei sind unsere teuren, treuen Angestellten bis rauf nach Berlin doch nur die armen Opfer ihrer eigenen Erwartungen. Nicht und niemand blieb verschont. Ein Programm mit allem was untrennbar zusammengehört. Vom intelligenzfreien TV, über die Habgier-Größenwahn-Manager, zur SChröder, Merkel Co. KG mit beschränkter Haftung und einem fatalen Genbierrausch. Aber auch unbeantwortete Fragen hinterlässt der Abend: Öffnungszeiten. warum darf ich mir am Sonntag einen Rasenmäher kaufen - ihn aber nicht benutzen? Vielleicht finden die Historiker eines Tages eine Antwort. Ein besonders vergnüglicher Part entstand zwischen Venske und seinem Musiker Franz Grischek, der mit stumm-trockenem Humor und brillanten Intermezzi am Akkordeon die Details gezielt benotete. Fazit: Dieses Land hätte mehr Denker und Venske's verdient. Lasst die entsehen. Nicht Freigegeben ab 18, sondern Pflichtfach in den Hauptschulen und Gymnasien. Leider eine Illusion, aber zumindest ein Alptraum in den Ministerien und Golfclubs." Markt Cadolzburg info, 11.11.2004 "Tom Haydn sang André Heller Unser "kultur-bauhof" hatte in die Kultur-Burg geladen und bot, bei ausverkaftem Burghof versteh sich, mit "Tom Haydn sing André Heller" keine zwei Unbekannten. Der in Nürnberg lebende Österreicher Haydn entwarf aus dem bekannten Heller-Repertoire neue Arrangements und verwies dabei auf eine ganz eigene Stilrichtung Er verließ das traurig Melnacholische des Wiener Schmähs, ohne dabei jedoch an Charakter zu verlieren. Bestimmend zeigte er mit seniem "4-Mann-plus-einer-Frau-Orchester" Heller neu. Wenn jedoch der Name "André Heller" über allem prangt - muss man umso mehr überzeugen und geben. Gesagt, getan, Pause. Besser konnte man diese nicht Nutzen als ab in die 2-tägige Ausstellung von Sabine Neubauer - "Textiles Blattwerk". Die Designerin + Fotografin entdeckt Natur nicht neu sondern neugierig und sensibel, dies auf ihre ureigenste Art. Natur gestalten und perfekt in Szene zu setzten, beherrscht sie mit musischer Harmonie. Sie sensibilisierte und verführte das Publikum und erntete pures Erstaunen. Künstlerin und Ausstellung = ein Hightlight. Pause aus. Die Musiker um Haydn präsentierten sich mit einer Ouvertüre der Extraklasse. Es ging mit Biss hinein in die Wiener Welt und schockierend übergangslos vom "Dritten Mann" zum "Johann Strauß Walzer" und endete furios in "Klezmerklängen". Haydn's feste Musiker-Traumbesetzung mit Hartlieb (Frau mit Geige), Barnikel (Piano), Nagel (Sax), KLeinmaier (Gitarre) und Hochstätter (Perc.) sorgte urplötzlich für baffes Erstaunen. Dazu präsentierte sich nun auch ein echt "heller" Haydn. Seine Zurückhaltung ablegend, wurde er stärker und forderte sein Publikum heraus. Seine Interpretationen zeigten nun deutlicher seine Handschrift und trafen punktgenau die verliebte Seele der Zuhörer. Die zeigten sich jetzt natürlich erst recht begeistert und forderten am Ende gnadenlos Zugaben. Stimmung, Zuschauer, Chatering-Service und Superwetter hätten "mitgespielt" aus einem "Open Air" ein "opend End" zu machen. Leider nicht Tom Haydn und sein spitzen Ensemble. Doch, wer in der Burg war kommt wieder, ob er will oder nicht. Fazit: Er beugt sich vor so weit es geht und schreit es von des Daches ZInnen: Da hatte sicher wieder der "kultur-bauhof" die Finger drinnen. Einfach Konkurrenzlos." Markt Cadolzburg info, 02.09.2004 "Yogo Pausch and Friends Quietschende Gummienten, TEddybärengebrum, Vogelgezwitscher, Fahrradklingel? Was bitte haben diese Geräusche mit Jazz und Blues zu tun?Es gibt nur ein Erklärung und eine perfekte Möglichkeit dies unlösbar miteinander zu verbinden = "Yogo Pausch and friends" im Kulturbauhof Cadolzburg. Er, am Schlagzeug, Juri Kravets am Bayan, Andre Schulz am Bass und Tobias Schöpker am Saxophon. Was die Vier brachten, ahtte Motto: Es gibt so viel gute Musik, da muss man nichts Neues schreiben. Wir bringen Altes, was die Musikfans bestens kennen, und bieten einfach neue Arrangements. Liebe Jazz+Bluesjans, eine so langweilige Umschreibung muss man einfach Live gehört haben. Pausch's Interpretationen mit Freunden entstanden im MOment des Augenblicks und im Atemzug des Tones. Kein Notenblatt kann dies verewigen. Perfekt. Leise, kräftig, gewaltig veränderten sich Rhythmus und Dynamik und der "Zuschauerhörer" erlebte Musik - die entfesselte. Jazz und Blues wie es sich gehört - lebendig und handgemacht." Markt Cadolzburg info, 03.06.2004 "Musik, Literatur und gutes Essen Ich kann mir vorstellen, dass es so gewesen sein könnte: Ein Konzert, die Musiker geben alles und weil man gesungene Texte nicht immer versteht, war die Idee geboren, dem Publikum des Abends im steten Wechsel Musik und Literatur zu servieren. "Servieren" war dann natürlich wieder das Stichwort und schon hatte mindestens einer der "neun" Macher des Kulturbauhofes Cadolzburg mächtigen Hunger und eine geniale Idee: Ein literarisch-musikalisch-kulinarisches Fest-Tafelfreuden. Zum dritten Male wuede nun dieses Freudenfest der Sinne gefeiert und durch die große Nachfrage setzte man für Mitte November sogar zwei Termine an. Der musikalische Festteil wurde gestaltet mit Klezmermusik von der Gruppe "Klezmaniaxx" aus Nürnberg und die literarischen Schmankerl lieferte der bekannte Schriftsteller Michael Zeller mit Texten aus seinem Buch: "Nächstes Jahr in Jerusalem" (ars-vivendi). Die harmonische Verbindung dazu, das 4-Gänge-Menue, komponierte Chefkoch Achim Rögner mit seiner Bauhofmannschaft in der Abfolge: "Borschtsch" - "Karpfenfilet mit polnischer Soße" - "Kalbsbraten in Orangensoße mit Karotten-Lauch-Gemüse und Kartoffel-Latkes" - und als Abrundung "Zwetschgenpfannkuchen". Fazit: Ein wahres Fest für die SInne und endlich einmal Borschtsch, wie immer man das auch ausspricht. Bleibt zu wünschen, dass Ihr "Neun" mächtig hungrig bleibt für gute Ideen." Markt Cadolzburg info, 27.11.2003 "Feinton im Kultur-Bauhof Immer wieder schaffen es die Macher des "kulturbauhof cadolzburg" neue Höhepunkte in Sachen Kultur zu setzen. So war es auch wieder am 18. September als Ralf Huwendiek mit der Gruppe "Feinton" im Bauhof gastierte. Das Publikum war sichtlich und hörbar begeistert über die witzig-aberwitzigen Texte und dabei macht der Radiomacher und Feuilletonist Ralf Huwendiek eigendlich keine Witze - denn die Wirklichkeit macht sie. Huwendiek notiert nur erstaunlich präzise. Was dabei herauskommt ist "real-skurril" und schlichtweg "hinreißend komisch", und Huwendiek erklärt immer wieder, dass ER dafür nichts kann. Die Stadt als Hinterhof und Welt wimmelt von uns und unseren merkwürdigen Lüsten. Gekonnt unanständig und sexy wurden die Texte musikalisch von der Gruppe "Feinton" begleitet. Fazit: Der Kulturbauhof zeigte sich perfekt, heiter und hinterhältig komisch und Huwendiek ist Literatur die zum Hören geschrieben wurde." Markt Cadolzburg info, 03.10.2003 "Nützel 3 - fränkischer Hinterfotz Der "kultur-bauhof-cadolzburg" beendete mit der leisen Art eines echten Knallers sein erstes Programm-Halbjahr 2003. Tiefsinnig und gekonnt warf Bernd Regenauer mit seinem Programm, "Nützel 3", die Zuschauer der vollen Bauhofscheune in die seelischen Untiefen von unendlichen Beziehungs- und Kindheitsproblemen. Jedoch vergeblich wartete man auf die Witze zum Schenkelklopfen. Die Bühne wurde zum leisen, nachdenklichen Ess-, Wohn- und Schlafimmer Regenauers. So reagierten die Zuschauer zu Beginn auch überaus verhalten, berührt, ja fast geschockt und sahen plötzlich jäh erstaunt, dass Nützel sie so in ihren Bann gezogen hat, dass ER sekundenlang seine GEschichten unterbricht, und SIE seinen Gedankengang selbst zu Ende spinnen. FAszinierend, perfekt, gekonnt - ein fränkischer Wortakrobat und somit ein Programm leider nur für Franken. Vermutlich deshalb hat die Münchner Pressse acuh seinen "Nützel 3" regelrecht zerrissen.Die Oberbayern können eben mit dem feinen poetisch-philosophischen Humor unserer fränkischen Seele nichts anfangen - sie sind einfach nicht reif dafür. Unser Bauhof-Publikum war jedefalls fasziniert von der leisen Hinterfotzigkeit dieses fränkischen Poeten." Markt Cadolzburg info, 31.06.2003 |